Gratwanderung Heimgarten & Herzogstand

Wie wäre es mit einer anspruchsvollen Gratwanderung und einem echten Voralpen-Klassiker?

Die Tour vom Heimgarten zum Herzogstand ist auf jeden Fall etwas Besonderes. Die anspruchsvolle Route (Art: mittelschwer, Länge: 12 km) verläuft über einen Grat oberhalb des blau leuchtenden Walchensees (größter Alpensee Deutschlands) und ist für viele Bayern der beliebteste „Homespot“ schlechthin.

Rundweg: Talstation Herzogstandbahn (ca.800hm) – Heimgartenhütte/Heimgarten (1790m, ca.2:30h) – Herzogstand (1731hm, ca.4h) – Talstation Herzogstandbahn (ca.5:30h)


Doch bevor ich dich mit auf meine Route nehme….

…möchte ich kurz folgende Fragen beantworten, die ich immer häufiger von euch erhalte.

„Was treibt dich voran?“: Meine Reiselust, DANKBARKEIT „Das“ erleben zu dürfen und die Sehnsucht nach schönen Orten. Aber ganz klar auch die Begegnungen, die mich jedes Mal inspirieren und mein Leben wertvoll machen und dies oftmals nachhaltig bereichern und begleiten. Last but not least- weg vom Alltagstrott- ich liebe Abwechslung!

„Warum liebst du die Berge so? Ist das nicht langweilig?“ Ich liebe ganz klar die Natur und das Gefühl der Freiheit in Kombination mit Aktivität und Erholung. Das gibt es hier Alles! In den Bergen sind alle „Wanderer/Bergsteiger“ motiviert, voller Freude und haben das gleiche Ziel. Jeder ist freundlich und ein „Servus“ gilt hier noch als selbstverständlich. In den Bergen schaffe ich es innerhalb kürzester Zeit komplett abzuschalten.

„Wenn du die Wahl hast: Meer oder Berge?“. Ich liebe beides – die Mischung macht es!


Etappe 1: Aufstieg zum Heimgarten

Start ist der Parkplatz der Herzogstandbahn (Adresse: Am Tanneneck 6, 82432 Walchensee, Kosten: 3€ pro Tag), hier läufst du über den hinteren Parkplatz und folgst der makellos ausgeschilderten Strecke Richtung Heimgarten. Am kleinen Bach folgst du der Straße kurzerhand 2x hintereinander nach rechts. Die asphaltierte Straße geht wenig später in einen Forstweg über und nur kurz danach beginnt bereits der Steig.

Der Weg hat eine angenehme, aber dennoch sportliche Steigung und ist meistens schattig. Keine Sorge- dir bleiben genügend freie Stellen um das beeindruckende Panorama zu genießen.

„Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ [Lucius Annaeus Seneca]

Liebst du auch das saftige Grün der Wiesen, diese frische Luft und den Duft der Blumen & Wälder?

Am liebsten würde ich mich jedes Mal mit breit auseinander gestreckten Armen in die Blumenwiesen fallen lassen, meine Lieblingsplaylist einschalten und den Himmel bis zum Sonnenuntergang beobachten.

Ist dein Kreislauf immer noch nicht in Schwung? Ich verspreche dir spätestens jetzt pulsiert das Blut in deinen Adern!

Nach ca. 1,5h geht der Weg kurzzeitig leicht bergab, genieß es- denn danach geht es bis zur Heimgartenhütte noch einmal mehrere Kehren richtig steil bergauf. Flipflops und Ballerina’s sind spätestens hier fehl am Platz, schau dir am besten noch einmal meine Checkliste an ob du alles dabei hast.

Oben angekommen wartet die Hütte und ein fantastischer Rundumblick auf auf dich. Der Walchensee funkelt mit seiner blauen Farbe vor dieser einzigartigen Kulisse. Was ist jetzt die beste Option? Natürlich direkt eine Brotzeit einzuläuten, die Wadenmuskeln entspannen und deinen Kreislauf mal etwas Ruhe gönnen!

Etwas oberhalb der Hütte findest du das große Gipfelkreuz. Hach…hast du schon mal etwas vom Gipfelglück gehört? Ich glaube das macht süchtig!


Etappe 2: Gratwanderung

Vom Gipfel des Heimgarten geht es weiter über den herrlichen Grat, mit permanenten Blick auf den Walchensee, Kochelsee, auf das Karwendel-Gebirge und auf die Zugspitze.

Bist du schwindelfrei? Achtung! Für diesen Weg solltest du das sein, hier und da gibt es auch Möglichkeit dich an Stahlseilen zu sichern, aber benötigt werden diese „meines Erachtens“ nicht.  Kurz vor dem Herzogstand wird es dann noch einmal etwas steiler und schon erreichst du das nächste große Gipfelkreuz.

Für dankbare Menschen macht das Glück gerne Überstunden. [Ernst Ferst]

Ab jetzt geht es nur noch bergab, das nächste Ziel – das Berggasthaus Herzogstand – ist bereits erkennbar.


Etappe 3: Abstieg zum Parkplatz- „Hallo Kofferraum“!

Hast du noch Kraft? Wenn du möchtest kannst du hier die Herzogstandbahn nehmen (denk an die Betriebszeiten). Wir haben uns für den Abstieg per Fuß entschieden, der Weg ist einfach und geht direkt hinter der Bahn los und führt rechts unterhalb der Berggasthaus-Herzogstand entlang.

Unten angekommen haben wir unsere Schuhe ausgezogen, die Kofferraumklappe aufgemacht und uns erstmal direkt ins Auto gelegt. Was für ein Tag! Was für eine Tour! Wir sind stolz, kaputt, haben den Kopf voller Eindrücke und sind einfach nur glücklich.

Fazit: Traumhafte Route, auf Grund der Beliebtheit würdest du mich hier nie an einem WE antreffen. Starte den Rundweg am besten, wie angegeben, über den Heimgarten. Hier hast du deutlich mehr Ruhe, denn begegnest du den Leuten (welche die Bahn benutzen) erst zur späteren Stunde. AHOI, eure Steffi


Wie viel Gipfelkreuze hast du schon aus nächster Nähe gesehen? Ich würde mich sehr über dein Kommentar unter diesen Beitrag freuen!

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7 Gedanken zu „Gratwanderung Heimgarten & Herzogstand

  1. Servus Steffi. Toll, dass der Bericht nun online ist! 🙂

    @alle misstrauischen Follower: Ihr folgt keinem Bot 😉
    Das können wir bestätigen, weil wir sie ihre weibliche Begleitung bei dieser Tour zufällig getroffen haben.
    Somit: Steffi ist echt, sieht mindestens so gut aus wie auf den Fotos und bergab kaum einzuholen 😉

    1. „Servus“ Georg oder besser gesagt Servus treuster Raketen Fan;)
      Danke für deine nette Nachricht! Die nächsten Beiträge sind in Arbeit & gehen diesmal schneller online! Eure nächste Tour schon in Planung?
      Ahoi, Steffi

  2. Steffi, mach dir keinen Stress mit den Beiträgen – hauptsache deine Motivation zum Bloggen reisst nicht ab 🙂
    Da wir Locals (bin Chiemgauer) ja des Öfteren auf die Berge gehen: Ja, hab schon meinen ersten Kaiserschmarrn auf der Stoißer Alm auf dem Teisenberg genossen. Heute geht’s auf die Staudacher Alm – die schaut urig aus: https://www.hoehenrausch.de/huetten/staudacher-alm/
    Ahoi, Georg

    1. Wenn du möchtest kannst du dich gern für den Newsletter registrieren:) (Siehe unten auf der Homepage)
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      Ich war am We auf dem Zillertaler „Berliner Höhenweg“ unterwegs- Olperer- Friesenberg- sehr zu empfehlen! Ahoi Steffi!

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