Tagestour in die „Sächsische Schweiz“ Häntzschelstiege/ Carolafelsen/ Wilde Hölle

Hast du Lust auf eine Wanderung mit spektakulären Aufstieg und einer beeindruckenden Aussicht?

Dann auf ins Elbsandsteingebirge- es lohnt sich!

Route: Beuthenfall – Häntzschelstiege- Affensteinpromenade – Langes Horn (Plateau)- Carolafelsen -Wilde Hölle

Heute nehme ich dich mit in die Sächsische Schweiz und zwar auf eine ganz spezielle Route. Start ist der Beuthenfall im Kirnitzschtal (Parkplätze vorhanden). Hier läufst du über den kleinen Bach, die Forststraße hinauf und biegst nach ca. 50m rechts in den kleinen Wurzelweg ab. Zur Freude deiner Waden werden hier die ersten kleinen Höhenmeter gemacht.

Halte dich dann nach ca. 150-200m links in Richtung Affensteine. Hier folgst du dem Forstweg bis zur Felswand (weißes Schild mit rotem Strich). Dort angekommen gehst du rechts an der Felswand entlang und orientierst dich weiter an den Schildern der Häntzschelstiege. So langsam geht es richtig los! Die ersten Treppen und Leitern führen dich weiter hinauf zum Felsspalt. Kurz danach befindet sich der Einstieg in die Häntzschelstiege.


Bist du schwindelfrei?

Jetzt wird es sportlich! Die ersten Sicherungen des Klettersteiges befinden sich am Einstieg in ca. 2 Metern Höhe, scheinbar um hier bereits alle ungeübten Wanderer abzuweisen. In luftiger Höhe müssen nun die ersten Felsen auf ein paar Klammern halb umrundet werden. An sich ist es körperlich nicht schwer, solange dein Kopf mitspielt. Du solltest auf jeden Fall schwindelfrei sein. Die Häntzschelstiege dürfen auch nur bergaufwärts bestiegen werden, umkehren ist nur schwer und auch nur zum Ärger der anderen Wanderer möglich! Also überleg dir vorher gut was du dir zutraust.

Weiter geht’s über weitere Felsen, Leitern und Klammern, bis man an die ziemlich enge Felsschlucht gelangt. Hier muss man sich wirklich „dünn“ machen und sich etwas „durchdrängeln“ um in den Kamin zu gelangen.


Jetzt wird es richtig abenteuerlich!

Im Felsspalt geht es auf etlichen Klammern gute 12m steil bergauf (Kletterausrüstung empfehlenswert). Oben angekommen geht es noch einmal waagerecht an der Felswand entlang. Unter einem ist nur der Abgrund- was für ein Adrenalinkick! Mein Herz raste wie verrückt und das war noch nicht alles.

Jetzt heißt es noch einmal mutig sein und von einer Wand, mit einem großen Schritt, auf die andere Seite wechseln. Puh- geschafft! Die letzten Meter mit Wackelpudding in den Knien und dem Ziel vor Augen noch hinauf und dann erstmal durchatmen.

Zeit zum genießen…

…und zwar den grandiosen Ausblick und den genialen Rundumblick! Und natürlich auch Zeit dafür um dein Herz mal wieder auf normale Geschwindigkeit herunter zu fahren.

„Es gibt so viele Wege im Leben. Doch richtig ist der Weg, der DICH glücklich macht!“

Ich liebe diese Freiheit und das alles mitten in der Natur! Findest du es auch so schön dich treiben zu lassen?

Ausblick inkl.  Genießer-Drink!


Mach einen Abstecher zum Carolafelsen!

Nach einer Pause läufst du einfach weiter auf dem kleinen Pfad, über das Lange Horn bis zum nächsten Zaun. Dahinter beginnt ein relativ breiter Wanderweg. Hier folgst du dem Schild rechts zum Carolafelsen. Der kleine Umweg von ca. 100m ist nicht schwer und lohnt sich allemal. An der Felskante ist ein schönes Plateau zum verweilen und „rumstromern“. Wenn du Glück und gute Augen hast kannst auch du die Kletterer am Felsen gegenüber beobachten.

„Wetten ich schaff das?!“

Okay über die Körperspannung lässt sich streiten.


Die „Wilde Hölle“

Weiter geht der Abstieg vom Carolafelsen durch die Schlucht hinab. Nach kurzer Zeit (ca. 200m) gelangst du an einen Abzweig. Hier kann ich dir den Abstieg durch die „Wilde Hölle“ empfehlen. Dieser Pfad ist als „schwierig“ ausgewiesen. Ich fand es aber wirklich einfach und machbar. Selbst Personen mit Höhenangst sollten hier kein Problem haben. Der Weg über die Felsen ist nur etwas rutschig, da hier ein kleiner Bach verläuft.

Unten angekommen erreichst du erneut die Affensteinpromenade, hier gehst du weiter nach rechts und folgst der Markierung mit dem grünen Punkt. Entlang des Forstweges und parallel zum Fels der Affensteine gelangst du entspannt zurück zum Ausgangspunkt im Kirnitzschtal.


Fazit: Wenn du nicht unter 100 anderen Kletterbeigeisterten die Region erkunden möchtest, empfehle ich dir den Aufstieg an einem Wochentag. Ich bin mit wenig Erwartung hier her gefahren und muss sagen- ich komme wieder!

Kennst du die Route oder brauchst du noch mehr Infos? Dann schreib mir einfach eine E-Mail an info@heygoodvibes.de oder hinterlasse einen Kommentar. Bis dahin- Ahoi Rakten!

4 Gedanken zu „Tagestour in die „Sächsische Schweiz“ Häntzschelstiege/ Carolafelsen/ Wilde Hölle

  1. Warum immer in die Ferne schweifen? Auch ich finde, dass es in unserem Land soooo schöne Ecken gibt. Die Sächsische Schweiz möchte ich auf jeden fall auch noch erkunden. Mutige Einblicke hast du uns da mit deiner Klettertour gewährt. Ich bin leider nicht Schwindelfrei

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