Drei Tage auf Entdeckertour im BERCHTESGADENER LAND! Königssee, Obersee & Eiskapelle [TAG 2/3]

Tag 2- Tag der Überraschungen und Spontanität!

Leider begleite uns an diesen Tag keine Sonne, aber die richtige Kleidung und von Grund auf gute Laune macht alles wieder gut! In diesem Bericht erfährt du alle Details unserer Route, meine persönlichen Eindrücke und Tipps für den perfekten Tag rund um den Königssee.

12 Schuhe- 6 Personen- „Let´s go“!

Hast du auch immer die richtige Kleidung dabei? Hier findest du meine Packliste, damit bist für deinen nächsten Trip gut vorbereitet!


Etappe 1 (Tag 2): Königsee – Obersee

Angekommen in Schönau am Königsee stiegen wir in eines der Elektroboote und schipperten nach Salet. Der Königssee ist an der tiefsten Stelle 190m tief und hat eine Länge von 7.2km. Mit seinem wunderbar klarem und funkelnden Wasser ist er echt etwas Besonderes! Die Berge verschwanden zum Teil in den Wolken und verbreiteten dabei eine mystische Stimmung!

Tipp: Nimm unbedingt eines der ersten Boote (ab 08:30 Uhr), wenn du etwas Ruhe genießen möchtet!

Plötzlich stand der Kapitän auf und holte eine Trompete heraus. In diesem Moment dachte ich nur „Nein- Bitte keine Volksmusik“. Er machte die Schiebetür auf, richtete sich auf und pustete kräftig hinein. Ein ECHO!!! Ganze 7 x schallte es von Felswänden zurück – nicht übel Mr. Captaaaain!

In Salet angekommen schaute ich noch einmal auf dem Steg zurück und genoss die Ruhe.

TIPP: Hier solltest du definitiv den Weg weiter gehen, denn nur noch wenige Gehminuten von hier entfernt liegt der OBERSEE.

Du denkst dass der Königssee schön ist?

Dann wirst du am Obersee noch einmal extra belohnt, das ist das i- Tüpfelchen, das leckere Sahnehäubchen oder auch die Portion extra Käse auf deiner Pizza! Definitiv- MUST SEE!!!

„Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten die uns den Atem rauben“

[Dirk Gowin]

Die Farbe des Wassers, das bunte Laub und wie sich die Berge im stillen Wasser spiegeln- Hach….ich liebe die Natur!

Im Hintergrund kannst du den Röthbachfall (ca. 470m hoch) und die Fischunkelalm erkennen. Um zu diesen beiden Orten zu gelangen, folge einfach den kleinen Wanderweg auf der rechten Seite des Sees. (Dauer: 30-45 min).

Wetterfeste Kleidung ist natürlich das A & O und unser Seitenprofil umso lustiger.

Auf der anderen Seite des Obersees angekommen erwartet Dich dieser fantastische Ausblick! Bei schönem Wetter, kannst du von hier aus die Ostwand des Watzmanns sehen.

Brotzeit gefällig?

Wir beschlossen auf der Fischunkelalm unsere Brotzeit zu genießen, doch nach und nach wird es hier zunehmend voller. Deshalb startet hier wirklich möglichst früh am Tag!

Die asiatischen Urlauber kommen besonders gern hierher. Sie freuen sich über die gute Frischmilch und machen ein Selfie nach dem anderen! Für uns ist dies völlig normal, für andere Kulturen ein absolutes Highlight. Mich regt diese Verhalten besonders zum Nachdenken an, oftmals vergessen wir zu schätzen was wir bereits haben und wir sehen vieles als völlig selbstverständlich an.

„Sei DANKBAR- auch für die kleinen Dinge im Leben!“

Kurze Verschnaufpause auf der Alm und weiter geht’s, ein weiteres großartiges Highlight wartet auf uns. Was wird es wohl sein?

Es geht zurück zum Schiff, doch dieses verlassen wir bereits auf halber Strecke im schönen St. Bartholomä.


Etappe 2 (Tag 2): Salet – St. Bartholomä – Eiskapelle

Tipp: An dem Bootsanleger links neben der Kirche gibt es leckere Forellen!

Bei der letzten und auch spontansten Etappe des Tages stellte ich mir nur eine Frage:

„Sind wir tatsächlich noch in Deutschland oder doch in Neuseeland“?

Trotz des Wetters entschlossen wir uns spontan die Tagestour zu erweitern. Ziel ist die 6 Kilometer entfernte Eiskapelle, die tiefst gelegene & permanenteste der Alpen!  (Dauer: 1,5- 2h)

Der Weg ist bereits vom Bootsanleger super ausgeschildert. Er führt an dem Eisbach und seiner kleinen Kapelle vorbei, weiter durch einen Wald und steigt angenehm an. Später passieren wir ein Flussbett mit großen Findlingen. Wie man auf dem Bild sieht, hatten wir auf jeden Fall Spaß und „zum Glück“ noch trockene Füße.

Die Felsen sind alle markant und trotz Nebel traumhaft schön! Mich hätte es nicht gewundert wenn hier urplötzlich vor uns die Filmkulisse für den neuen „Jurassic World“-Film aufgebaut wäre.

Zwischen den einzelnen Nebelfeldern erhaschte ich ganz kurz einen Blick auf den Watzmann der sich mit seiner eindrucksvollen und mächtigen Ostwand vor mir auftürmte. Hola schöner Mann!

Noch ein paar Minuten durch raues Gelände und schon sah ich zum ersten Mal die eindrucksvolle Eiskapelle.

Wie entsteht die Eiskapelle?

Durch die Schneemassen, die im Winter und Frühjahr durch Lawinenabgänge an der Watzann-Ostwand abgehen, bildet sich dieses gigantische Eisfeld und wird gleichzeitig davon genährt. Auf Grund der Schneeschmelze im Sommer entsteht dann im Eisfeld dieser atemberaubender Hohlraum.

Um ein Gefühl für die Größe zu bekommen würde ich die Kapelle auf ca. 20-30m breit und 10 m hoch schätzen.

Der Wasserfall

Das Betreten der Eiskapelle ist äußert gefährlich, auch ich wollte hier nichts riskieren. Wenn man aber den fliesenden Bach der Eiskapelle folgen würde, gelangt man zu dem Wasserfall im Inneren.

Fazit: Wer in St. Bartholomä einen Stopp macht sollte unbedingt die Zeit zur Eiskapelle einplanen! Atemberaubend! Für mich ein unreales Erlebnis und völlig verblüffend das wir uns bei diesem Naturschauspiel tatsächlich noch in Deutschland befinden. Aber auch der Obersee ist definitiv eine Reise wert!

Ist es die Sucht nach dem Gipfelglück?

Jedes Mal wenn die Wolken aufbrachen und man den Gipfel des Watzmanns sehen konnte löste es etwas in mir aus. Ist es etwa die Sucht nach dem Gipfelglück? Eine Hüttentour wäre doch das perfekte Erlebnis! Die Idee ist somit geboren und die Planung steht bereits in den Startlöchern:)

Hier noch ein kleines Bild welches ich auf der Rücktour zum Hotel geschossen habe! Die Steine, mit den darauf wachsenden Bäumen, sind ein Markenzeichen dieser Region.

Ahoi Raketen!

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