Drei Tage auf Entdeckertour im BERCHTESGADENER LAND! Traumhafte Aussichten inklusive. [TAG 1/3]

„Jedes Abenteuer ist nur eine kleine Entscheidung von dir entfernt“ 

[Lisz Hirn]

Auf geht’s 3 Tage in das Berchtesgadener Land- einem traumhaften Wandergebiet in den östlichen Alpen. Kennst du diese fantastische Region bereits?

Der Plan für die erste Tagestour:

Start Marktschellenberg (470m) –  Toni-Lenz-Hütte (1.450m) – Schellenberger Eishöhle (1.570m) – über den Thomas-Eder-Steig – zur Mittagsscharte – Ziel Salzburger Hochthron (1.852m)

Warum sich 3 Tage im BERCHTESGADENER LAND lohnen?

Wie kann ein so kleines Fleckchen Erde es schaffen, so hübsch zu sein? Sobald ich die ersten Berge aus dem Auto erblicke, fühlt es sich zum Teil wie nach Hause kommen an. Berge schenken mir das Gefühl der grenzenlosen Freiheit, Leichtigkeit und wenn ich es auf einen Gipfel geschafft habe, habe ich das Gefühl das alles in Ordnung ist und einen die Welt zu Füßen liegt. Man fühlt sich lebendig und großartig! Kein Aufstieg ist einfach, doch das es geschafft zu haben unbezahlbar!

„Wir wachsen nicht durch simple Dinge sondern durch Herausforderungen“

Berge bieten ein wahnsinns Angebot für Jeden! Nicht nur die frische Luft, das saftige Grün der Wiesen und der Anblick der verdammt schönen Landschaft reizen mich, sondern auch die sportlichen Aktivitäten wie zum Beispiel das Klettern, MTB, Canyoning, Hüttentouren und vor allem auch der Wintersport und das alles inmitten der Natur. Doch gerade beim „Hiking“ denke ich an nichts, ich bekomme meinen Kopf komplett frei und ich werde begleitet von einer innerlichen Dankbarkeit genau diese Momente erleben zu dürfen.

Man kann sich hier auf den unterschiedlichsten Routen ganz einfach herausfordern und einmal so richtig zeigen wie der Hase läuft und zu was man eigentlich in der Lage ist. Und tatsächlich ist es nicht nur etwas „für Rentner“ wie selbst ich mit jugendlichen Leichtsinn gern behauptet habe, es nutzen auch wahnsinnig viele junge und sportbegeisterte Leute!

 


Etappe 1 (Tag 1): Marktschellenberg zur Toni Lenz Hütte

Wie wäre es mit einem Kaiserschmarrn und einem kühlen Radler am Ende der ersten Etappe? Das klingt perfekt, oder?

1, 2 ,3 & GO! Es ist Herbst und die Blätter sind traumhaft bunt gefärbt. Start ist der kostenfreie Parkplatz auf der rechten Seite kurz nach dem Ortsausgang von Markschellenberg in Richtung St. Leonard (B305). Direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite beginnt der Weg. Für die Tour solltest du eine gute Kondition mitbringen, denn insgesamt bezwingst du etwa 6 km und ca. 1.400 Höhenmeter.

Zu Beginn schlängelt sich der geschotterte Forstweg durch den Wald vorbei an kleinen Bachläufen welche direkt zum Erfrischen einladen. Bereits zwischendurch hast du hin und wieder einen fantastischen Blick auf das beeindruckende Untersbergmassiv. Nach und nach geht dieser Weg in einen schönen alpinen Zustand über und in ca. 2-3 h erreichst du die Toni-Lenz Hütte.

Auszeit gefällig? Na klar! Bei diesem herrlichen Panorama kann man einfach nicht „nein“ sagen. Nimm dir die Zeit! Gönn dir einen kleinen Snack, ein kühles Radler und lass einfach mal die Seele baumeln. Die Hütte ist von Pfingsten bis Ende Oktober, sowie auch bei schlechtem Wetter täglich geöffnet und bietet bei Bedarf 12 Schlafplätze. Eine gute Option!

 


Etappe 2 (Tag 1): Kleiner Heubergkopf – Deutschlands größte Eishöhle

Wenige Minuten nach der Toni-Lenz Hütte erreiche ich den kleinen Heubergkopf! Der Ausblick lohnt sich allemal!! Kurze Pause, ein paar Bilder machen und weiter geht’s.

„Besiege nicht den Berg, sondern das eigene Ich“ 

Lust auf Abkühlung? Dann rein mit dir in die Schellenberger Eishöhle.

Doch lohnt sich eine Führung? Für mich gibt es nämlich nix schlimmeres als im eintönigen Sprachstil über unzählige Jahreszahlen und jahrzehntelange Geschichte zu schwatzen. Doch getäuscht! Seit langem eine der besten Führungen! Präzise, lustig, spannend und informativ.

Die Führungen sind je nach Wetterlage von Juni bis Oktober zwischen 10- 16 Uhr und dauern 45 Minuten. Man benötigt auch keine Anmeldung, Tickets & Helme gibt es für einen schmalen Taler (7€ mit Gästekarte) vor Ort und schon geht´s mit dem wirklich netten Guide ab in die Höhle und ein kräftiges Hallo an die 0°C. Mit Magnesiumfackeln gewappnet zeigte er die imposanten Eisschichten und die glitzernden & funkelnden Kristalle und erzählte die wichtigsten Fakten rund um das 30 Meter und 3000 Jahre alte Eis auf dem ich mich gerade befand.


Etappe 3 (Tag 1): Thomas-Eder-Steig, Mittagsscharte und Salzburger Hochthron

Der Weg zum Thomas-Eder Steig mit permanenten Ausblick zum Watzmann/ Dachstein verschlägt mir die Sprache. Über ein kleines Geröllfeld geht es allmählich hinauf zur Mittagsscharte.

„Es spielt keine Rolle wie langsam du gehst, solange du nicht stehen bleibst“

[Konfuzius]

Hast du Höhenangst? Achtung, wenn du nicht trittsicher und schwindelfrei bist solltest du lieber umkehren. Die Wege wurden teilweise in den Berg gesprengt und führen direkt an einer steil abfallenden Felswand entlang.

 Weiter geht’s über etliche steile Leitern und Tritte immer weiter hinauf! Hier werden Höhenmeter gemacht!

Und immer wieder dieses herrliche Panorama!

„Humor ist Alles“

Jetzt solltet du unbedingt mit etwas Humor im Nacken auf die Schilder achten und nicht zwingend auf diese Vertrauen. Denn das Schild mit den 45 Minuten Gehzeit kommt nach 30 Minuten erneut. Doch mit guter Stimmung und getrieben von der Wanderlust ist alles halb so wild! Ein schönes Panorama jagt das Andere und nur noch ein paar Meter durch die dichten Latschenkiefern, hier wird es etwas abenteuerlich.

Da in der Ferne lacht der Salzburger Hochthron und ein schicker Gänsegeier einen schon entgegen und mein Lächeln im Gesicht wird immer breiter! (Doch spätestens hier merkt man, dass sich in der Nähe eine Seilbahn befindet, die entgegenkommenden Wanderer nehmen nach und nach zu).

„Gipfelkreuz – Salzburger Hochthron“

Oben angekommen erstmal „High five“, Aussicht genießen und die wohlverdiente Brotzeit zelebrieren! Toll! Ziel erreicht und vom Glückshormonen überschüttet!


Warst du schon einmal an einem Gipfelkreuz? Schreib es in die Kommentare!

Ich entschloss mich den Berg mit der Untersberg-Seilbahn nach St. Leonhard zu verlassen und die letzten 15 Minuten per Fußweg zum Auto zu bestreiten. Insgesamt dauert die Wanderung von der Toni-Lenz-Hütte bis zur Untersbergbahn noch einmal ungefähr 3 Stunden. Das bedeutet dass man insgesamt ohne Pausen ca. 6 Stunden einplanen muss.

TIPP: Wer danach noch Lust hat kann direkt weiter zum Hintersee fahren! Es lohnt sich und die Füße freuen sich bestimmt über eine kleine Abkühlung.

Willst du wissen wie es die nächsten beiden Tage weiter ging? So viel bereits dazu: es waren abwechslungsreiche & beeindruckende Touren! Hier gelangst du direkt zum  Tag 2- Berchtesgaden .

Ahoi Raketen!

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